Daniel Fehr

Appenzeller Zeitung, Spezialbeilage "Vorderland", 7. Juni 2001

Setzer-Drucker-Musikant - Daniel Fehr, Wald.

Er ist gelernter Schriftsetzer und Oberhaupt einer Kleindruckerei ohne Angestellte. Besser allerdings kennt man Dani Fehr als Musikanten: Mit mehr als einer Million verkaufter Tonträger erreichte er als einer der vier "Minstrels" und dem Hit "Grüezi wohl Frau Stirnimaa", der 1968 einschlug wie eine Bombe, Berühmtheit über die Landesgrenze hinaus. Das ist zwar schon ein Weilchen her, der Musik ist Dani Fehr aber stets treu geblieben. Nach den Formationen "Mandala", "Spindle", "Rondell" und anderen ist er nun als Cimbalist - ein Instrument aus der Familie der Hackbretter - bei der Gruppe "gad' äse" dabei. Seit bald 20 Jahren wohnt er in Wald, in einem uralten, selber renovierten Haus, dem ehemaligen "Rössli" im Weiler Säge. Im einstigen Sticklokal hat er seine Kleindruckerei eingerichtet, in der er alles selber besorgt, von der Gestaltung und dem Satz über das Drucken bis zum Schneiden, Falzen, Heften oder Bohren. Die gleiche Treue, die er der Musik hält, bringt er auch seinem Beruf entgegen. Dani Fehr, in der Familie bereits Setzer der dritten Generation, hat nie daran gedacht, die Druckerei zugunsten der Musik aufzugeben.

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